Karfreitag & Ostern

Karfreitag & Ostern
Karwoche Karfreitag Ostern Namensgebung Zeitpunkt Freudenzeit

Die Karwoche

Mit den Ostertagen endet die Fastenzeit wieder. Viele unterziehen sich in dieser Zeit einer körperlichen und geistigen Reinigung, indem sie in den 40 Tagen nach Aschermittwoch aus religiösen oder gesundheitlichen Gründen auf den Genuss von Fleisch, aber auch auf Luxusgüter wie z. B. Zigaretten verzichten.

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Der Karfreitag

Den Schluss- und gleichzeitig den Höhepunkt der Fastenzeit markiert der Karfreitag, an dem wir der Kreuzigung Jesu gedenken. Bis heute wird an diesem Tag traditionell Fisch verzehrt. Der klassische Karfreitagsfisch war früher der Kabeljau. Da es vor der Einführung der (Tief-) Kühltechnik sehr schwierig war, frischen Seefisch in küstenfernen Gegenden anzubieten, wurde er entweder auf Stockgerüsten an der frischen Luft getrocknet und als Stockfisch angeboten oder als Klippfisch durch Salzen und Trocknen haltbar gemacht. Vor der Zubereitung mussten Stockfisch und Klippfisch erst ausgiebig gewässert werden. Da der Karfreitag sowohl Fasten- als auch Feiertag ist, muss das Fischmahl heutzutage nicht mehr ganz so karg ausfallen. So können wir am Karfreitag guten Gewissens auch aufwendigere Fischgerichte auf den Tisch bringen, wie z. B. Forelle blau oder auch Edelfisch wie frischen Lachs.

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Das Osterfest

Mit dem Osterfest feiern wir die Auferstehung Christi. Da wir dieses Fest jeweils am Sonntag nach dem ersten Frühlingsmond begehen, symbolisiert es außerdem das Frühlingserwachen der Natur. Jetzt grünt und blüht es wieder im Garten und in der Tierwelt werden die ersten Jungen geboren. Daher zählen kleine Lämmchen und Häschen auch als Frühlingsboten.

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Woher kommt der Name „Ostern“?

In vielen Sprachen lehnt sich die Bezeichnung des Osterfestes an das Pessach-Fest des Judentums an, denn die Heilsereignisse fielen laut Bibel in die Pessach-Woche. So heißt das Fest auf dänisch Pâske, im Niederländischen pasen, Spanier nennen es Pascua und die Rumänen paçti. Nur im Deutschen und Englischen ist der Begriff Ostern bzw. Easter gebräuchlich. Seine Herkunft ist nicht eindeutig. Der Duden leitet ihn vom altgermanischen Wort für „Morgenröte“ ab, das möglicherweise ein germanisches Frühlingsfest bezeichnete. Der Mönch Beda Venerabilis vermutete 738 eine Lichtgöttin (Eostra/Ostara) dahinter, nach der seiner Meinung nach im Angelsächsischen der April benannt war. Doch schon die Brüder Grimm zweifelten an der Ostara-Theorie und sie wird im Allgemeinen von der Wissenschaft abgelehnt. Andere Erklärungsversuche ziehen eine Verbindung zu „Osten“ als Himmelsrichtung des Sonnenaufgangs und eine Verbindung zum Taufritus (von nordgermanisch „ausa“ (gießen) und „austr“ (begießen) heran. Viele Christen ließen sich nämlich im 12. Jahrhundert bei Sonnenaufgang am Ostermorgen – althochdeutsch „zu den ostarun“ – taufen.

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Warum feiern wir Ostern immer an einem anderen Tag?

Ostern wird nach neutestamentarischer Überlieferung stets am Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond gefeiert wird. Demnach kann der Ostersonntag frühestens auf den 22. März fallen und spätestens auf den 25. April. Am häufigsten fällt der Ostersonntag auf den 8. April.

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Was versteht man unter der „Freudenzeit“?

Mit der Feier der Osternacht beginnt die bis Pfingsten andauernde „Österliche Freudenzeit“. Sie endet am fünfzigsten Tag nach Ostern, also am Pfingstsonntag. Sie symbolisiert das Geheimnis, das alle Christen miteinander teilen: Der Tod ist nicht das Ende, sondern der Übertritt in das ewige Leben.

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